Verwässerter Meeresschutz in Europa

by    DiveSSI    11th September 2019
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WWF-Report: EU verfehlt Ziele zum Schutz der marinen Biodiversität
Ein neuer WWF-Report zeigt erhebliche Mängel beim Schutz der europäischen Meere. Nur 1,8 Prozent der Meeresfläche innerhalb der EU sind sowohl als Schutzgebiete ausgewiesen als auch mit entsprechenden konkreten Schutzmaßnahmen belegt
 
Von internationalen Meeresschutzzielen ist man in der EU weit entfernt: Bis 2020 sollten zehn Prozent des weltweiten Ozeans effektiv geschützt werden, dies ist sowohl im UN-Nachhaltigkeitsziel 14 als auch in der Biodiversitätskonvention 11 festgeschrieben.
 
Marine Schutzgebiete sollen helfen, bestimmte Arten oder Lebensräume in den Meeren langfristig vor schädigenden Eingriffen zu bewahren. Um dies sicherzustellen, müssen die Gebiete durch sogenannte Managementpläne wirkungsvoll verwaltet werden. In ihnen werden genaue Maßnahmen zum Schutz oder zur Wiederherstellung der Natur festgeschrieben, also zum Beispiel die Fischerei eingeschränkt.
 
Der neue WWF-Report zeigt, dass 12,4 Prozent der europäischen Meere als Schutzgebiete ausgewiesen sind. Formal ist damit das 10-Prozent-Ziel der EU erreicht, die Realität sieht allerdings anders aus. „Der Großteil der europäischen marinen Schutzgebiete sind sogenannte 'Paper Parks', deren Schutzwirkung nur auf dem Papier existiert“, warnt WWF-Expertin Carla Kuhmann. „Ohne sofortige Implementierung und Einhaltung von Managementplänen mit wirksamen Maßnahmen wird die EU ihre Ziele zum Schutz der Ozeane verfehlen.“
 

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11th September 2019
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