Tauchen im Watamu Marine Nationalpark!

by    DiveSSI    12th November 2019
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Schaukelfisch im Watamu Marine Nationalpark (c) Alexander197480 / Archiv Taucher.Net
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Nacktschnecke im Watamu Marine Nationalpark (c) Alexander197480 / Archiv Taucher.Net
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Fischschwarm im Watamu Marine Nationalpark (c) Achim Schlöffel / Archiv Taucher.Net

Kenias Küste ist lang, die Gegend rund um den Ort Watamu davon die landschaftlich reizvollste. Außerdem liegt vor der Küste der älteste Marine-Schutzpark Kenias, was die Sache für Taucher interessant macht, und das Temple Point Resort ist das schönste Hotel der Region mit einem exzellenten Preis-/Leistungsverhältnis.
Bereits 1968 gegründet, erstreckt sich der Marine Nationalpark von Malindi aus bis an die Mündung des Mida-Creek. Über 200 verschiedene Fischarten soll es dort geben, viele Muränen, Schildkröten und Doktorfische. Napoleons sieht man regelmäßig, ebenso große Fischschwärme, und zwischen November und Februar kommen auch Walhaie und Mantarochen vorbei – wenn auch nicht mit jener Selbstverständlichkeit, mit der man sie beispielsweise in Mozambique vor die Maske bekommt.
Die Riffe selbst sind in einem mittelprächtigen Zustand: Neben traumhafte bewachsenen Stellen, gibt es auch immer wieder Bereiche, die von der Korallenbleiche betroffen sind. Wie im ganzen Indischen Ozean, so sind auch hier überall die Folgen von El Nino zu sehen. Bestes Mittel dagegen: Weitertauchen – zwanzig Meter entfernt ändert sich das Bild schon wieder.
Was bleibt, ist der große Fischreichtum und die Gewissheit, dass Meeresschutzgebiete das sind, was die Ozeane weltweit am dringendsten brauchen. Vor allem dann, wenn sie wie in diesem Fall auch konsequent geschützt werden. Ein 14 Mann starkes Team des „Kenya Wildlife Service“ ist Tag und Nacht vor Ort, unerlaubte Fischerei so gut wie ausgestorben, was an den harten Strafen liegt: Wer in Kenia illegal geschützte Tiere erlegt, kann mit einer bis zu lebenslänglichen Gefängnisstrafe rechnen. Sicherlich ist auch in diesem von Korruption geprägten Land diesbezüglich nicht alles perfekt, aber sicher besser, als in sonstigen Bereichen Afrikas – Tansania zum Beispiel kann als Negativbeispiel, was illegale Großwildjagden angeht, gelten.
Kenia ist kein Land, in das man nur um zu Tauchen reisen sollte, dafür ist das, was es über Wasser zu sehen gibt, viel zu einzigartig. Es ist ein Land, reich an natürlichen Schätzen und arm, was den Wohlstand der Bevölkerung angeht. Ein Land, in dem der Tourismus das leistet, was er im besten Fall leisten kann – er trägt zum Fortbestand bei, als Einkommenssicherung, was die Bevölkerung und das Tierleben angeht. Nur mit den Einnahmen aus dem Tourismus ist der Schutz der Tiere gewährleistet. So gesehen, ist jede Reise dorthin auch immer eine Beruhigung für das eigene Gewissen – die großartigen Eindrücke und Bilder, die man nie vergisst, gibt es quasi kostenlos oben drauf.

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DiveSSI
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12th November 2019
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