Schottland: Pottwal mit 100 Kilogramm Plastik im Darm gestrandet

by    DiveSSI    4th December 2019
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Wal während die Flut zurückgeht (c) Collin Adams
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Der volle Inhalt des Magens einschließlich Teilen eines Stellnetzes und Teilen eines Schleppnetzes sowie einiger anderer Plastikteile (sahen aus wie Teile des Innenraums eines Autos ?) - Insgesamt etwa 0/5 Kubikmeter in Volumen (wenn es wie ein Nahrungsbissen - wie im Magen zusammengedrückt ist) (c) Collin Adams
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Polypropylenseil aus Walmagen entfernt (c) Collin Adams
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Veterinärpathologe bei der Arbeit (c) Collin Adams

Plastikverschmutzung der Meere bedroht zunehmend Meeressäuger
Ein Pottwal ist auf der schottischen Isle of Harris gestrandet und verendet. Im Darm des Tieres wurde ein 100 Kilogramm schwerer „Müllball“ gefunden. Laut BBC fanden sich in der Müllmasse unter anderem Fischernetze, Seile, Plastiktüten und Plastikgeschirr. Ob der Müllball den Tod des Wals verursacht hat steht noch nicht abschließend fest.
Der Walkadaver war am 18. November 2019 entdeckt worden. Mitarbeiter des Scottish Marine Animal Stranding Scheme (SMASS), das den Tod gestrandeter Wale und Delphine untersucht, sezierten den Wal, um die Todesursache festzustellen. Sie konnten zunächst keine Anzeichen feststellen, dass der Müll die Verdauungsorgane verstopft hätte. Für Dan Parry, einen der Inselbewohner der bei der Sektion anwesend war, weist das auf das große Problem der Meeresverschmutzung hin: „Es war wirklich traurig, besonders, wenn man sieht, wie das Fischnetz und der Abfall aus seinem Magen herauskamen.“
Collin Adams von der University of Glasgow, der an der Sezierung des Wals teilnahm, zeigte sich bestürzt: „Erschreckend zu sehen, wie dieses riesige Gewirr aus Polypropylen-Seilen und Fischernetzen während der Obduktion aus dem Magen eines Pottwals austritt“, so Adams zu diesem Vorfall. Es hat zunächst keine Anzeichen gegeben, dass der Müll die Verdauungsorgane verstopfte, aber „Diese Menge an Plastik im Magen ist trotzdem erschreckend. Es muss die Verdauung behindert haben. Es zeigt erneut die Gefahren auf, die Meeresverschmutzung für Meerestiere darstellt.“

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4th December 2019
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