Demonstrieren für besseren Schutz bedrohter Hai-Arten

by    DiveSSI    21st October 2019
1_Kurzflossen-Mako
Kurzflossen-Mako, (c) Patrick Doll, Wikimedia
Longliner fishing vessel Hito (former name Generoso Tercero") in international waters off the Spainish coast. Captain onboard Hito was very friendly and told they were putting out lines to see if there was any fish in the area. Greenpeace ship Esperanza is investigating the overfishing of sharks in the North Atlantic ocean on transit to the Azores., Pole to Pole Tour 2019
Langleinen-Fischereifahrzeug "Hito" (früherer Name" Generoso Tercero") in internationalen Gewässern vor der spanischen Küste, (c) Katja Sjölander/Greenpeace
Greenpeace ship Esperanza is investigating the overfishing of sharks in the North Atlantic ocean on transit to the Azores., Pole to Pole Tour 2019
Greenpeace beobachtet den Fang eines Haies, (c) Katja Sjölander/Greenpeace
Greenpeace ship Esperanza is investigating the overfishing of sharks in the North Atlantic ocean on transit to the Azores., Pole to Pole Tour 2019
Greenpaeace Aktivisten protestieren gegen Haifang, (c) Katja Sjölander/Greenpeace

Fischerei im Atlantik tötet jährlich 25.000 vom Aussterben bedrohte Makohaie
Gegen den Fang zehntausender vom Aussterben bedrohter Haie im Nordatlantik protestierten Umweltschützer von Greenpeace auf dem Aktionsschiff „Esperanza“ westlich von Portugal Ende Juni 2019
„Sharks Under Attack“ steht auf dem Banner, mit dem Aktivisten einen spanischen Fischtrawler konfrontierten. Bis zu 25.000 vom Aussterben bedrohte Makohaie fallen laut eines neuen Greenpeace Reports jährlich der atlantischen Schwertfisch-Fischerei zum Opfer. Die zuständige Fischereibehörde ICCAT räumt die Bedrohung des Bestands ein, unternimmt jedoch nichts, um die Tiere zu schützen. „Haie sind enorm wichtig für das marine Ökosystem. Doch im Atlantik werden die Tiere zu Zehntausenden getötet“, sagt Greenpeace Meeresexperte Dr. Christian Bussau. „Die Schuldigen auf See zu entlarven reicht nicht. Die EU braucht dringend strengere Fangbestimmungen und Kontrollen, um unsere Ozeane und ihre Lebewesen zu schützen.“
Die steigende Nachfrage nach Haifischflossen in Asien macht den Fang zu einem einträglichen Geschäft. Die dafür besonders gejagten Hai-Arten Kurzflossen- und Langflossen-Mako wurden im März 2019 auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN von "gefährdet“ auf "stark gefährdet" hochgestuft – wir berichteten (verlinken zu: https://taucher.net/diveinside-17_haiarten_sind_vom_aussterben_bedroht-kaz7879 ). Laut der zuständigen regionalen Fischereiorganisation, der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT), muss die Fangmenge der Kurzflossen-Makos auf null reduziert werden, damit der Bestand sich mit einer 50-prozentigen Chance erholen kann. Dennoch versäumt es ICCAT, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Haie zu ergreifen. Bislang gibt es keine Fangbeschränkungen für die im Nordatlantik gefangenen Haie.
EU verbietet Finning
Das „Finning“ ist beim Schwertfischfang die Haupteinnahmequelle der Fischer. Die Haie werden als so genannter Beifang deklariert. An Bord schneiden die Fischer ihnen die Flossen ab und werfen die verendenden Tiere anschließend zurück ins Meer. Obwohl die EU das „Finning“ verbietet, setzen zahlreiche spanische und portugiesische Trawler die bestialische Praxis fort. Der Greenpeace-Report zeigt, dass mangelnde Regulierung und Kontrollen die Ursachen für das dramatische Haisterben sind. Weltweit werden grob geschätzt 70 bis 100 Millionen Haie durch Menschen getötet.

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21st October 2019
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