Corona: Schnorchelmasken als Ersatz für Beatmungsgerät und Schutzmasken

by    DiveSSI    30th March 2020
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Vollgesichts-Schnorchelmaske umgerüstet zur persönlichen Schutzausrüstung mit FFP2 oder FFP3 Filter
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Vollgesichts-Schnorchelmaske umgerüstet zur persönlichen Schutzausrüstung mit FFP2 oder FFP3 Filter
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So sehen die Bauteile aus um eine Vollgesichtsmaske zum alternativen Beatmungsgerät zu machen...

Vollgesichts-Schnorchelmasken vor möglichem Einsatz im Gesundheitswesen

Der Mangel an Beatmungsgeräten und Schutzmasken ist eine der größten Herausforderungen in der Pandemie. Kreative Lösungen sind jetzt gefragt. Aus Italien stammt die Idee, dass Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Notfällen auch mit Hilfe herkömmlicher Vollgesichts-Schnorchelmasken künstlich beatmet werden können. So können die Vollgesichtsmasken von zB mares und Ocean Reef an herkömmliche BiPAP-Beatmungsgeräte angeschlossen werden, die Druckluft in die Masken leiten.

Die Verwendung besagter Schnorchelmasken, versehen mit Filtereinheit, als persönliche Schutzausrüstung könnte den Mangel an Masken und Mundschutz etwas beheben. Der APA Adapter für die Aria Masken von Oceanreef wird ab dieser Woche in größeren Stückzahlen produziert. Dieser erlaubt dann den Anschluss eines FFP2 oder FFP3 Filter. Dann kann die Maske als persönliche Schutzmaske verwendet werden.

Guy Thomas, Director of Safety – DAN, zu dieser Idee: “Ich persönlich finde es großartig, wie ein Unternehmen wie Ocean Reef bei der Lösung eines aktuellen Problems während dieses Covid-19-Ausbruchs hilft. Dies ist wahrscheinlich eine gute Lösung für Gesundheitsdienstleister oder Rettungsteams, die in engem Kontakt mit Personen stehen, die sich möglicherweise mit Covid-29 angesteckt haben.”

Schnorchelmaske als Beatmungsgerät

Die Adapter um z.B. die Aria Masken an ein Beatmungsgerät anzuschließen werden als 3D-Dateien zur Verfügung gestellt. Jeder kann diese Dateien frei verwenden sollte sich aber bewusst sein, das diese keine Medizinische Zulassung haben. Man sollte schon wissen was man tut. Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen.

Erste Tests im Intensivbereich

Druckluft in die Masken leiten um die Atmung zu unterstützen ist die Idee um aus den Schnorchelmasken ein Beatmungsgerät zu machen. Dieser Mechanismus verhindert, dass die Lungenbläschen kollabieren. Bei einer Lungenentzündung, wie sie bei schweren Verläufen einer Coronavirus-Infektion entstehen kann, kann die Lunge nur sehr begrenzt Sauerstoff aufnehmen. Kurzfristige Hilfe kann in solchen Fällen eine Beatmung über Masken bieten.

Die speziell angepassten Masken sind also für Patienten „mit schweren Atembeschwerden“ gedacht. Klinische Tests werden wohl diese Woche starten.

Das Prinzip ist simpel: Dort, wo im Normalfall der Schnorchel aus der Maske herausragt, wird ein Bauteil mit zwei Eingängen montiert. Über dieses wird dann ein Schlauch mit der Sauerstoffzufuhr angeschlossen. Da die Masken luftdicht am Gesicht anliegen, kann die Druckluft in die Lunge gelangen. Das umfunktionierte Sportgerät könnte so anstelle von Beatmungsmasken zum Einsatz kommen.

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30th March 2020
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