Bürgerinitiative Stop Finning – Stop the Trade

by    DiveSSI    6th February 2020
0_D_
SONY DSC
Gefinnte Haie ersticken jämmerlich da sie ohne Bewegung keinen Sauerstoff mit ihren Kiemen aus dem Wasser extrahieren können.
SONY DSC
Gefinnte Haie ersticken jämmerlich da sie ohne Bewegung keinen Sauerstoff mit ihren Kiemen aus dem Wasser extrahieren können.

Gegen den Handel mit Haiflossen

SHARKPROJECT und viele weitere NGOs unterstützen die Forderung der EU Bürgerinitiative "Stop Finning – Stop the Trade" mit dem Ziel den Haiflossenhandel in der Europäischen Union zu beenden. Seit dem 1. Februar 2020 können EU Bürger für diese Initiative ihre Stimme abgeben und haben dafür insgesamt ein Jahr Zeit, um insgesamt eine Million Stimmen aus mindestens sieben EU Mitgliedsstaaten zu sammeln.

Der Handel mit Haiflossen basiert auf der ausbeuterischen und unethischen Praxis den Haien die Flossen abzuschneiden und die Tiere dann als Abfall ohne Flossen zurück ins Meer zu werfen, wobei die Tiere oftmals sogar noch leben.Wegen ihres hohen Handelswertes und der Verwendung für Suppen im asiatischen Kulturbereich, dauert die Praxis des „Finning“ von Haien noch immer an. Europa ist einer der Hauptakteure im weltweiten Handel mit Haiflossen. (siehe auch Vigo - Hauptumschlagsplatz für Haiflossen)

Jedes Jahr werden zwischen 63 und 273 Millionen Haie getötet, und viele Haiarten sind mittlerweile weltweit bedroht. Weltweit werden Haie wegen ihres Fleisches und des Öls in ihrer Leber gejagt, aber die größte Bedrohung geht noch immer von der Praxis des „Finnings“ aus. Der drastische Zusammenbruch der Haibestände auf der ganzen Welt hat dramatische Auswirkungen auf die Ozeane, weil Haie oftmals die Topräuber der Meere sind und als solche eine wesentliche Rolle für den Erhalt gesunder und produktiver Ökosysteme im Meer spielen.

Die EU Bürgerinitiative ‘Stop Finning — Stop the Trade’ sammelt seit dem 1. Februar 2020 Stimmen.Dadurch haben alle EU-Bürger ab jetzt ein Jahr Zeit haben um die geforderte Gesetzesänderung für ein Ende des Haiflossenhandels in der Europäischen Union mit einer Million Stimmen zu unterstützen:

https://eci.ec.europa.eu/012/public

Indem sie ein Ende des Handels mit Haiflossen in der EU fordern, d.h. „ein Verbot des Importes, Exportes und des Transits von Haiflossen,außer wenn diese auf natürliche Weise mit dem Tierkörper verbunden sind“ wollen diese Bürger die Gesetzgebung in der EU beeinflussen. Sollte dieses Unterfangen gelingen, könnte die EU Kommission eine neue Gesetzgebung beschließen, um dieses Ziel umzusetzen.

Solch eine neue Gesetzgebung ginge einen großen Schritt weiter als die bisherige EU Verordnung die für alle EU Schiffe gilt und seit 2013 verlangt, dass die Flossen bis zum Entladen im Hafen auf natürliche Weise am Tierkörper befestigt bleiben müssen. Danach allerdings können die Flossen abgeschnitten und weltweit gehandelt werden. Obwohl die heute geltende Verordnung bereits eine wesentliche Verbesserung gegenüber der vorangegangenen  Verordnung darstellt ,erlaubt sie dennoch, dass lose Flossen über ganz Europa hinweg gehandelt werden dürfen und dass EU Fischereien die Nachfrage an Haiflossensuppe für den wachsenden asiatischen Markt bedienen.

Im Juni 2019 verbot Kanada als erstes G7 Land den Import von Haiflossenin seinem Staatsgebiet,  und auf der ganzen Welt fordern immer mehr Menschen ein Ende dieser grausamen und sinnlosen Praxis. Europa muss jetzt ebenfalls diesbezüglich handeln.

Die Bürger der EU haben die Macht ihren Wunsch nach einem besseren Umweltschutz bei den Entscheidungsträgern zu adressieren.In Zeiten in denen die Wissenschaftler permanent die Alarmglocken läuten,müssen hinsichtlich des rasanten Verlustes an Biodiversität und den Risiken in Folge von Klimaveränderungen Produktions- und Konsumgewohnheiten geändert werden. Es ist höchste Zeit, dass der Haiflossenhandel in Europa beendet wird!

Diese Initiative wird zwischenzeitlich bereits von 20 Umweltschutzorganisationen unterstützt, darunter SEA SHEPHERD, SHARKPROJECT, BLOOM, Blue Sharks, APECE, iSea, The Global Shark Conservation Initiative (TGSCI), STOP FINNING, Sharks Mission France, Sharks Educational Institute (SEI), Aktionsgemeinschaft Artenschutz, Mundus maris, Gesellschaft zur Rettung der Delphine, Deutsche Meeresstiftung, VDST, Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM), Shark Savers Germany, The Dolphins’ Voice, Pro Wildlife und EJF, und mehr und mehr Organisationen schließen sich uns an.

Um erfolgreich zu sein muss eine Europäische Bürgerinitiative mindestens eine Million Stimmen insgesamt sammeln und zudem ein Quorum an Stimmen in zumindest 7 Mitgliedsstaaten erreichen.Die Rationale hinter den gelisteten Bürgerzahlen pro Land ergibt sich aus der Anzahl an EU Abgeordneten pro Land. Die Mindestanzahl an benötigten Stimmen richtet sich nach der Anzahl der Abgeordneten die pro Mitgliedsstaat ins EU Parlament gewählt wurden x 750.

Written by
DiveSSI
Date
6th February 2020
Share
COMMENTS
Christian Blatt on Feb 12th 2020
Stop killing sharks.
Maximilian Heitmann on Feb 10th 2020
Stop eating sharks
Maximilian Heitmann on Feb 10th 2020
Sharks are beauriful animals that shouldn't be eaten

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

I confirm

Also by DiveSSI