Attersee – Die Schwarze Brücke

by    DiveSSI    20th August 2019
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Tauchgang an der Schwarzen Brücke, Attersee (c) Jens-Uwe Lamm
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Tauchgang an der Schwarzen Brücke, Attersee (c) Jens-Uwe Lamm
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Skizze vom Tauchplatz "Schwarze Brücke" (c) Jens-Uwe Lamm

Der 46 km² große und 169m tiefe Attersee ist ein bedeutendes Tauchgebiet in der Salzkammergut Region in Oberösterreich. Die meisten der ca. 25 Tauchplätze befinden sich am östlichen Ufer, so auch der wohl bekannteste Tauchplatz – die Schwarze Brücke. Der Einstieg ist am Kilometer 12,0 zwischen den Orten Weyregg und Seefeld zu finden.

Der Tauchplatz ist gekennzeichnet durch eine zum Teil senkrecht abfallende, mit kleinen Überhängen versehene Steilwand, welche bei ca. 50-55 Metern Wassertiefe in eine schräge Geröllhalde übergeht. Der Name des Tauchplatzes ist durch das schwarz schimmernde Wasser unterhalb einer am nördlichen Ende des Tauchplatzes befindlichen Straßenbrücke entstanden.

Um zum Einstieg zu gelangen, muss man die Uferstraße überqueren, denn die wenigen Parkmöglichkeiten (ca. 3-4 Autos) befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite. Hier ist besondere Vorsicht geboten, da man die Straße Richtung Norden nur sehr kurz einsehen kann.

Nach dem Abtauchen wendet man sich nach rechts (Ufer rechte Schulter). Nach bereits 5 Minuten erreicht der Taucher die ersten Steinformationen in einer Tiefe von 5 bis 8 Metern. Um den schönsten Abschnitt der Steilwand zu erkunden, folgt man nicht dieser Gesteinskante schräg in die Tiefe, sondern taucht weitere 5 Minuten bei ca. 8-10 Metern Tiefe geradeaus. Langsam wird aus den schräg abfallenden Gesteinsformationen eine wirkliche Steilwand, die in der Mitte des Tauchplatzes fast bis zur Wasseroberfläche reicht. An dieser Stelle lohnt sich der Abstieg besonders. Die schönste Ansicht der Wand erhält der Taucher bei einer Tiefe zwischen 20 und 30 Metern. Senkrechte glatte Felsen mit kleinen Überhängen oder Vorsprüngen sind hier zu bestaunen. Wird weiter abgetaucht, was insbesondere den technischen Mischgastauchern vorbehalten sein sollte, endet die Wand bei ca. 50 Metern und geht eine schräg abfallende Geröllhalde über. Diese ist gekennzeichnet durch kleine und große Gesteinsblöcke, Äste, kleine Baumstämme sowie dem einen oder anderen Zivilisationsmüll wie ein altes Fahrrad. Dieser Hang setzt sich bis in eine Tiefe von ca. 100 Metern so fort, wird jedoch Richtung Seemitte immer flacher.

Der Sporttaucher beginnt nach Erreichen der 30 Meter Marke seinen Aufstieg weiter in nördlicher Richtung (Wand rechte Schulter) und erreicht am Ende bei ca. 25 bis 20 Metern Wassertiefe eine markante Stelle, wo die Wand quasi einmal einen Knick macht. Taucht man an dieser Stelle weiter auf, erkennt der Taucher bei 10 Metern deutlich das Ende des Tauchplatzes Richtung Norden. Hier nimmt er den Umkehrkurs und taucht weiter aufsteigend (Ufer linke Schulter) zurück Richtung Ausstieg. Da im Flachbereich ist man von einem zum anderen Ende ca. 20-25 Minuten unterwegs. In einer Wassertiefe von ca. 5-8 Metern findet man große Aalrutten in den Gesteinsspalten. In Höhe des Einstiegs bzw. darüber hinaus kann man im Flachbereich auch den einen oder anderen Hecht beobachten.

Danke an Jens-Uwe Lamm

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DiveSSI
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20th August 2019
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