Abtauchen in Belize

by    DiveSSI    30th October 2019
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Lighthouse Reef (c) Stuart Seldon / Huracan Diving Lodge
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Das weltberühmte Blue Hole (c) Donnie Rockwire / Huracan Diving Lodge
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Haibegegnung im Blue Hole (c) Stuart Seldon / Huracan Diving Lodge
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Abtauchen im Blue Hole (c) Stuart Seldon / Huracan Diving Lodge

Möchte man in Belize tauchen, so hat man grundsätzlich drei Möglichkeiten: Entweder man wählt einen der vielen mehr oder weniger guten Anbieter in Belize City, und ist zu den wirklich guten Tauchplätzen dann stundenlang unterwegs oder kommt auf Grund von Wellengang dann gar nicht erst an die schönen Ziele. Oder man wählt ein Safarischiff wie die „Belize Aggressor“ und kommt dann an die wirklich tollen Tauchplätze und zum Great Blue Hole, aber das verursacht durchaus hohe Kosten... 
Die dritte Alternative, die Huracan Diving Lodge, stellte sich für uns als absoluter Glücksgriff heraus, denn als einzige Tauchbasis liegen hier die Tauchplätze direkt vor der Tür. Umrandet von einer klassisch karibischen Insellandschaft mit Palmen ist man innerhalb weniger Minuten an Riffen, an denen die Korallenbleiche noch keine Spuren hinterlassen hat. Oder man ist eben in einer Viertelstunde am Great Blue Hole, das schafft kein anderer in dieser Zeit.
Die Huracan Diving Lodge ist ein umgebauter alter Hurricane Shelter. Die stabile Holzkonstruktion hat ihren Charme und liegt zentral in der Insel. Eine schöne Veranda zum Ausruhen und als offenes Restaurant, vier Zimmer für jeweils zwei Taucher: Damit hat man schon die Maximalbelegung der Lodge. Massentauchen gibt es hier nicht. Integriert in die kleine Tauchbasis, eine kleine Werkstatt mit allem was man braucht und Kompressoren. Strom gibt es aus einer Solaranlage, und die Wasserversorgung wird mit großen Regentanks und Pumpen bewerkstelligt. Alles funktioniert. Allerdings – Klimaanlagen sucht man hier vergebens – das passt auch nicht zum Inselflair.
Dafür gibt’s in jedem der schönen Zimmer einen großen Tropenventilator unter der Decke.  In der Umgebung der Lodge ist durch die Palmen fast kein Wind mehr zu spüren. Und so kann man die gefühlte Temperatur regeln in dem man sich Richtung Steg begibt. Überall hängen Hängematten und so findet man immer ein Top-Plätzchen zum optimalen Chillen.
Überhängende Steilwände, gigantische Stalaktiten
Das Blue Hole ist sicherlich der spannendste und aufregendste Tauchgang in Belize. Bis zur Kante von 15 m als normales Riff getarnt, beginnt ab dieser Tiefe das „Loch“. Ein Wahnsinnsanblick mit überhängenden Steilwänden. Und an jedem Abschnitt und jeder Tiefe des Blue Holes kann man unterschiedliche Sachen sehen. Atemberaubend sind die riesigen Stalaktiten mit unbeschreiblichem Durchmesser, an denen wir vorbeitauchen. 
Auf unterschiedlichen Tiefen befinden sich kleine Sandplateaus, auf diesen sich gerne mal der ein oder andere Hai ausruht. Ansonsten sieht man hier keinen Fisch – aber dafür Steinformationen, die man so nirgendwo auf der Welt bei einem Tauchgang findet. Einfach beeindruckend. Leider ist man bei Huracan auf Luft beschränkt und kann somit die maximale Tiefe von 115m nicht auskosten ;-)
Das Belize Great Barrier Reef liegt direkt vor der Tür. Die Fahrtzeiten zu den Tauchplätzen betragen zwischen 5 und 20 Minuten.  Tauchplatznamen wie „Aquarium“ deuten schon darauf hin, was man hier zu sehen bekommt – extrem viel Fisch. Die Riffe sind vollkommen intakt und durch den Schutzstatus auch voll mit Leben in jeder Größe. Abfallende Steilwände mit guter Sicht,  interessante Riffformationen mit tollen Korallen – das Tauchgebiet am Belize Great Barrier Reef bietet alles, was man als Taucher und  Fotograf haben möchte.  Die Divemaster und Kapitäne der Lodge kennen die Tauchgebiete extrem gut und ich möchte hier auf die absolute Professionalität der gesamten Crew hinweisen. Man fühlt sich extrem gut aufgehoben.
Unweit der Insel liegt „Half Moon Caye,“ ein Nationalpark, dessen Highlights nicht nur unter Wasser bei den fischreichen Riffen und Steilwänden liegen. „Half Moon Caye“ ist ebenfalls ein Vogelschutzgebiet, knapp 100 verschiedene Arten sind hier anzutreffen, unter anderem der Red Footed Booby Bird, der mit Roten Füßen nur hier zu finden ist. „Half Moon Caye“ ist mehr als nur einen flüchtigen kurzen Ausflug wert.

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DiveSSI
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30th October 2019
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