10 Tiere, die du beim Tauchen gesehen haben musst

by    DiveSSI    14th February 2020
Tauchen mit Delphinen
Verbreitung Delphine
Tauchen mit Fetzenfisch
Verbreitung Fetzenfisch
Tauchen mit Mantas
Verbreitung Mantas
Tauchen mit Mondfischen
Verbreitung Mondfische
Tauchen mit Octopus
Verbreitung Riesenoktopus
Tauchen mit Pygmäen Seepferchen
Verbreitung Pygmäen Seepferdchen
Tauchen mit Sardinen
Verbreitung des Sardinen Run
Tauchen mit Walhaien
Verbreitung Walhaie
Tauchen mit Waller
Verbreitung Waller
Tauchen mit dem Weißen Hai
Verbreitung Weißer Hai
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Tauchen mit Delphinen
Tauchen mit Delphinen

Tauchen mit den faszinierendsten Tieren unter Wasser. Hier erfährst du, mit welchen Tieren du Tauchen gehen solltest und wo du sie findest.

Tauchen mit dem Manta Rochen

Der Manta galt lange Zeit als Seeungeheuer. Groß und dunkel, wie er erscheint, konnte er nur böse sein. Selbst National Geographic veröffentlichte 1919 einen haarsträubenden Bericht. In diesem hatte ein Manta angeblich eine Ankerkette umwickelt. Um sie dann mitsamt Schiff ins offene Meer zu ziehen. Heute ist der Mythos vom Manta als Monster glücklicherweise widerlegt. Ganz im Gegenteil sind die Teufelsrochen die Lieblinge der Tauch-Touristen.

Wo du mit Manta Rochen tauchen kannst

Mantas leben im freien Wasser. Dabei bevorzugen sie Küstennähe. Nur selten triffst du Manta Rochen weit draußen, über tiefem Wasser. Meist schwimmen die Tiere nahe der Oberfläche. Der Bereich zwischen 0 und 30 Meter ist ihnen am liebsten. Dort findet er seine Nahrung. Das Plankton des freien Wassers.

Bei ihren Streifzügen kommen sie nahe an Riffe. Dort fressen sie oder lassen sich putzen. An solchen Putzerstationen kannst du häufig mehrere Mantas bei der Körperpflege beobachten. Doch diese Treffen sind nicht von Dauer. Meist ziehen die Rochen einzeln durch die Meere. Echte Schulen bilden sie nicht.

Dein Tauchgang mit dem Walhai

Um mit einem Walhai zu tauchen brauchst du vor allem Glück. Denn die großen Planktonfresser sind rar. Die Riesen leben in den tropischen und subtropischen Regionen aller Ozeane (außer im Mittelmeer). Doch sie werden nur selten gesehen. Der größte dokumentierte Walhai maß 12,18 Meter. Selbst Jacques-Yves Cousteau bekam in den ersten 20 Jahren seiner Expeditionen nur zwei zu Gesicht. So gilt der Walhai als einer der am schwersten zu beobachtenden Fische.

Wo du mit Walhaien tauchen kannst

Da Walhaie meist an der Oberfläche gesehen werden, glauben viele, dass sie nur dort anzutreffen sind. Doch das Fressen an der Oberfläche wird nur als Stillen des »Hungers zwischendurch« angesehen. Das große Fressen findet nachts in tieferem Wasser statt. Denn in der Dunkelheit steigt das Plankton in Richtung Oberfläche.

Am Ningaloo-Riff in West-Australien hast du die größte Chance mit einem Walhai zu tauchen. Hier wird zur Zeit des Korallen-Laichens die größte Ansammlung dokumentiert.

Tauchen mit dem Weißen Hai

Viele Taucher wollen ihm unbedingt begegnen. Doch noch viel mehr hoffen, ihm nie über den Weg zu schwimmen. Dem Weißen Hai. Noch immer hat der Räuber ein Image-Problem. Bewiesen ist allerdings schon längst, dass er kein Monster mit Appetit auf dich ist. ;-)

Die Wahrheit über den Weißen Hai

Die Wahrheit sieht anders aus. Der Weiße Hai kommt oft nur alle 4 bis 8 Wochen zu einer Mahlzeit. Seine fetthaltige Nahrung (Robben und kleine Wale haben eine dicke Fettschicht) hilft ihm über magere Zeiten hinweg. Ein Umstand, der kaum zum Image des fressgierigen Monsters passt.

Zudem ist der Jäger längst zum Gejagten geworden. Genaue Zahlen über die Population sind nicht bekannt. Doch viele Experten gehen davon aus, dass der Bestand schrumpft. Einige glauben, die Population sei schon zu klein, als dass sie überleben könnten.

Tauchen mit Delfinen

Kaum ein Meerestier fasziniert Menschen so sehr und weckt zugleich so viel Sympathien wie Delfine. Sie versprühen pure Lebensfreude, wenn sie ihre Kurven drehen oder Luftsprünge vollführen. Sie verfügen über Intelligenz. Auch wenn strittig ist, wie hoch diese zu bewerten ist. Auf jeden Fall zeigen sie vielschichtige Verhaltensweisen. Neugier, Spieltrieb und komplexe Sozialstrukturen. Und dann ist da noch dieses umwerfende Lächeln. Sie erobern dein Herz oder erwecken Mitleid in Aquarien.

Wo du mit Delfinen tauchen kannst

Delfine sind gesellige Tiere. Die als Schulen bezeichneten Gruppen zeigen einen starken Zusammenhalt. Bei einigen Arten schließen sich kleinere Gruppe zu riesigen Schulen zusammen. Diese können aus über tausend Tieren bestehen. Ihre Zusammensetzung wechselt dabei ständig.

Wie du auf der Karte sehen kannst sind unterschiedliche Arten von Delfinen an vielen Orten auf der Welt anzutreffen. Sogar im Mittelmeer gibt es mehr Delfine, als du wahrscheinlich denkst. Mit ihnen tauchen kannst du vor allem in Ägypten gut. Dort werden ganze Tauchplätze, wie das „Dolphin House“ nach ihnen benannt.

Tauchen mit Pygmäen-Seepferdchen

Man sieht nur, was man kennt. Das wird durch das Pygmäen-Seepferdchen eindrucksvoll bestätigt Unzählige Taucher sind an ihnen vorbei geschwommen, ohne von ihrer Existenz zu ahnen. Wissenschaftlern ging es nicht anders. Es dauerte bis 1970, als das erste Zwerg-Seepferdchen wissenschaftlich beschrieben wurde.

Ein regelrechter Run auf die niedlichen Zwerg-Rösser setzte ein. Immer mehr Fotos tauchten auf. Plötzlich wurde intensiv und systematisch gesucht. Dann tauchten Bilder von möglicherweise neuen Arten auf. Tatsächlich wurde im Jahr 1997 eine zweite beschrieben. Hippocampus Minotaur. Die in Südaustralien als heimisch gilt.

Wo du mit Pygmäen-Seepferdchen tauchen kannst

Dass Pygmäen-Seepferdchen so lange unentdeckt blieben, liegt nicht nur an ihren Maßen. Sie leben auf Hornkorallen und passen sich in Farbe und Struktur an ihre Umgebung an. Oft entdeckt man sie nicht. Selbst wenn dein Buddy mit dem Finger darauf zeigt.

Tauchen mit dem Waller

Wie kein anderer unserer Süßwasserfische umgibt den Waller das Sagenhafte. Jeder kennt ihn, gesehen aber haben ihn wenige. Der Wels ist der größte Bewohner und Raubfisch unserer heimischen Süßgewässer.

Wo du mit Wallern tauchen kannst

Bis 2 Meter Länge und 75 Kilogramm kann er erreichen. Der Riese mag trübes, stehendes oder langsam fließendes Wasser. Er liebt die Dämmerung. Tagsüber steht er in Unterständen. Etwa unter Ast- oder Wurzelwerk. In Aushöhlungen oder im Pflanzendickicht. Oder er ruht auf freiem Bodengrund in flachen Mulden im Schlamm. Solche Schlafkuhlen sind ein gutes Indiz für die Anwesenheit des Wallers. Hast du ihn in seinem Unterstand entdeckt, stehen deine Chancen gut, den standorttreuen Räuber beim nächsten Tauchgang wieder zu sehen.

Dein Tauchgang im weltbekannten Sardine Run

Solltest du eine Sardine wirklich unter Wasser gesehen haben? Natürlich! Jedenfalls wenn sie zu Abermillionen in einem Strom vorbeiziehen. Eigentlich ist das Fischlein von 20 bis 30 Zentimeter Länge nichts Aufregendes. Aber wenn sie sich jährlich vor Südafrika zu einem gigantischen Schwarm zusammentun, dann ist das eines der beeindruckendsten Schauspiele im Tierreich.

Wo du im Sardine Run tauchen kannst

Der Sardine Run findest jährlich zwischen Ende Mai bis Juli statt. Die Tiere sammeln sich bei der Agulhas Bank vor der Südspitze Afrikas. Und ziehen dann nordöstlich nach Durban. Es wird von Schwärmen berichtet, die 15 Kilometer lang und über 3 Kilometer breit sind. Dabei noch über 30 Meter bis in die Tiefe gehen. Die Sardinen folgen einer kalten Strömung, die sich jedes Jahr um diese Zeit entlang der Küste bildet.

Tauchen mit dem Mondfisch

Wer ihn einmal gesehen hat, vergisst die Begegnung nie wieder. Der Mondfisch (Mola mola) ist nicht nur der größte Knochenfisch, sondern auch der ungewöhnlichste. Sein deutscher Name »Schwimmender Kopf« beschreibt ihn treffend. Als sei der Rumpf abgetrennt, endet der Körper abrupt. Statt einer Schwanzflosse hat er ein stumpfes Körperende. Seitlich stark abgeflacht, wirkt er scheibenförmig. Das bislang schwerste Exemplar brachte über 2.200 Kilogramm auf die Waage.

Wo du mit dem Mondfisch tauchen kannst

Oft werden die Riesen einzeln und nahe der Oberfläche gesichtet. Gruppenbildung ist eher selten. Sie sind auch vom Boot aus zu sehen. Denn Mondfische gehen einer ungewöhnlichen Beschäftigung nach. Sie sonnen sich. Auf der Seite liegend treiben sie an der Oberfläche.

Der Grund dieses Verhaltens ist nicht geklärt. Es wird vermutet, dass sie mit dem UV-Licht Parasiten bekämpfen. Außerdem wurde beobachtet, dass Seevögel sich an der Hautpflege beteiligen. Ebenso erstaunlich ist, dass die Kolosse mehrere Meter hoch aus dem Wasser springen können. Ob sie damit ebenfalls Hautparasiten abstreifen ist ebenfalls noch nicht geklärt.

 Tauchen mit dem großen Fetzenfisch

Der Große Fetzenfisch bietet einen erstaunlichen Anblick. Der Körper ist gewellt. Seitlich abgeflacht und trotz auffälliger Färbung perfekt getarnt. Gelbe Punkte, blaue Streifen und rot-violette Schattierungen. Kaum zu glauben, dass so bunte Tiere vor unseren Augen mit der Umgebung verschmelzen.

Wo du mit dem großen Fetzenfisch tauchen kannst

Die bis zu 40 Zentimeter langen Großen Fetzenfische sind mit Seepferdchen und Seenadeln verwandt. Sie kommen ausschließlich in einem Gebiet in Süd-Australien vor. Wie bei allen Verwandten der Seepferdchen ist ihr Körper mit Knochenplatten bedeckt. Sie bieten Schutz. Schränken dafür aber die Beweglichkeit ein.

Die Fetzenfische bewegen sich mit Hilfe der Rückenflosse fort. Sie produziert bis zu 70 Wellenschläge in der Sekunde. Fetzenfische ernähren sich vorwiegend von kleinen Krebsen. Von der Nahrung hängt die Färbung der Fetzenfische ab. Fressen sie vor allem Krebse schlägt sich deren grünlich-gelbe Färbung in ihrem Äußeren nieder. Tiefwasser-Arten sind rötlich-braun gefärbt. Wie auch die Krebse in tieferen Regionen.

 Tauchen mit dem Riesenoktopus

Das waren noch Zeiten. Als das Wissen über Meerestiere bescheiden und die Fantasie unermesslich war. Heute ist bekannt, dass Geschichten von Riesenkraken, die Menschen in die Tiefe ziehen, nur Märchen sind. Wenn ein Krake als Vorlage für solche Geschichten dienen könnte, dann der Pazifische Riesenkrake. Er ist der größte aller Kraken. Mit Spannweiten über 4 Meter.

Wo du mit dem Riesenoktopus tauchen kannst

Heute ist der Fang des achtarmigen Riesen streng reguliert. An der US-amerikanischen und der kanadischen Küste sind die Kraken eine Attraktion. Der Riesenkrake ist nicht nur groß. Häufig ist er auch schön orangebraun gefärbt. Der überwiegend nachtaktive Räuber ernährt sich von Schalentieren, wie Krabben und Langusten. Verschmäht aber auch Fische nicht.

Der Riesenoktopus ist weit verbreitet. Vom Flachwasser bis in 1500 Meter Tiefe. Im Sommer zieht es die Tiere zur Paarung in tieferes Wasser. Im Herbst und Winter kommen sie zur Eiablage in flache Gewässer.

 

Dieser Artikel wurde von Tauchern und Redakteuren des Unterwasser Magazins geschrieben. Mehr lesen im Unterwasser Digital-Abo.

 

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14th February 2020
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